Ursachen von Neurodermitis

In meiner schlimmsten Zeit war ich körperlich behindert durch die ND

2013 begann ich, mich intensiv in Recherchearbeit nach den Auslösern von Neurodermitis hineinzuknien. Ärztliche Aussagen und entsprechende Internetseiten waren wenig aufschlussreich. Gründe wie „ein genetischer Defekt“, „Allergene“, aber auch wie zufällig erscheinende Nahrungsmittel wie Essig und Zitrusfrüchte, bis hin zu „psychischer Stress“ wurden aufgeführt. Die meisten Aussagen ließen allerdings darauf schließen, dass die Ärzte noch ziemlich im Dunkeln stochern. Ich bin in einer Naturwissenschaftlerfamilie großgeworden und studiere selber Biologie, besitze deswegen einen gesunden Skeptizismus, hinterfrage alles, bis sich mir eine logische Antwort erschließt und weiß einfach, dass alles auf Kausalität beruht. Alles, was hier in dieser physischen Welt geschieht, hat einen Grund, wird durch irgendetwas verursacht, die Frage ist nur, ob es uns mit unseren Mitteln möglich ist, es zu finden. Doch wenn wir es verstehen können, können wir auch entsprechend etwas unternehmen.

So begann ich, auch die kleinsten Foren, Facebookgruppen und Youtube zu durchstöbern um herauszufinden, was andere Betroffene für Erfahrungen mit Neurodermitis gemacht hatten und las viele Bücher. Auch sprach ich im Alltag viel offener über dieses Thema und kam dadurch schnell mit Betroffenen ins Gespräch. Ich bin wirklich geschockt, wie viele, z.B. unter meinen Kommilitonen, sich als betroffen herausstellten! Über Foren nahmen einige persönlichen Kontakt zu mir auf, da sie von meiner Herangehensweise, nämlich dem Forschen nach den wirklichen Ursachen, angesprochen wurden. Eine Frau mit einem besonders schweren Fall wurde mir von meinem Heilpraktiker vermittelt (er drückte es in etwa so aus, dass das, was ich an kranken Hautstellen hatte, soviel war, was sie gerade noch an gesunden Hautstellen hatte…). Wir haben lange telefoniert, sie hatte seit ihrer Kindheit wirklich ein Martyrium mit vielen Klinikaufenthalten, Kuren und Therapien hinter sich, bei denen sie ein Vermögen verloren hat. Durch Umkremplung ihres ganzen Lebensstils und ihrer Ernährung hat sie die Neurodermitis schließlich überwunden.

 

Ich traf tatsächlich auch weitere Leute, die einen ähnlich schweren und langwierigen Leidensweg wie ich hinter sich hatten und die Neurodermits dauerhaft losgeworden sind, dies sind ihre Lösungswege gewesen (meist eine Kombination aus mehreren Maßnahmen):

Immer eine Ernährungsumstellung auf ausgewogene Vollwertkost, Schluss mit weißem Zucker, Fertignahrung und Fast Food.

Viel trinken.

– Heilfasten brachte für viele wie bei mir eine (leider nur) zeitweise, dafür aber starke Linderung (starker Hinweis darauf, dass ein überreizter Darm und/oder eine Lebensmittelunverträglichkeit eine entscheidende Rolle spielen).

– Zeitweise oder dauerhafte Elimination bestimmter unverträglicher Nahrungsmittel, hierzu gehörten: Weizen (oder alle glutenhaltigen Getreideprodukte) und Milchprodukte (auch sehr häufig Auslöser von Akne!), Obst, Histaminhaltiges, Histaminliberatoren.

– Komplett vegane Ernährung (ich vermute hier ebenfalls Milch oder Eier oder eine allgemein schlechte Proteinverdauung als Ursache), teilweise auch nur zeitweilig, oder Paläo-Ernährung (Steinzeiternährung).

– Eine längere Ernährungsphase, bei der extrem darmschonend und leicht verdaulich gegessen wurde (die Frau, mit der ich telefoniert hatte, hatte sich z.B. über mehrere Monate fast ausschließlich von Haferschleim ernährt), quasi zurück zur Babynahrung. Besonders bei kleinen Kindern, teilweise aber auch noch bei Erwachsenen, sofern nicht histaminintolerant, brachte die Spezielle Kohlenhydratdiät oder die GAPS-Diet (die beide auch bei Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa erfolgreich eingesetzt werden) durchschlagende Erfolge.

– Ausgleichen von Vitamin- und Mineralstoffdefiziten.

Darmsanierung mit Probiotika (bei mir auch ganz entscheidend, aber allein nicht ausreichend).

– Behandlung von Infektionen und Fehlbesiedlung des Darms durch Bakterien, Parasiten und Pilzen (Candida).

– Mittels Hormonbehandlung einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt wieder ins Lot gebracht.

– Entgiftung Körper (z.B. Schwermetalle) und Alltag (d.h. Umstellung von Körperpflegeprodukten, Schimmelherde im Haus beseitigen, aufhören zu rauchen…).

Stressbewältigung (auch genügend Schlaf!), Aufarbeitung von Traumata und psychischen Verletzungen (rückt auch bei anderen Erkrankungen wie Krebs, Adipositas und Herz-Kreislauferkrankungen immer mehr in den Vordergrund. Stress hat einen unglaublich starken Einfluss auf unser hormonelles System).

Was in deinem Leben noch Baustellen sein könnten, kannst du am besten beurteilen und ich hoffe, dass du aus diesen Erfahrungen vieler anderer, die ebenso sehr gelitten haben wie du, Inspiration für dich findest, was du noch unternehmen könntest.

Lies hier über meinen gesamten Leidensweg, meine Experimente und schließlich, was meine Lösung war

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