Körperpflege

Täglich setzen wir uns unzähligen Produkten aus. Sie kosten viel Geld, erzeugen eine Menge Müll, sind zumeist nicht von der Umwelt abbaubar und vergiften schleichend unseren Körper. Über die Haut nehmen wir unglaublich viel in unseren Körper auf, Produkte in Sprayform gelangen zudem über unsere Lungen und Schleimhäute in unser Körperinneres.

Nora T. Gedgaudas, CNS, CNT, schreibt dazu in ihrem Buch „Primal Body, Primal Mind“:

Warum ist das so wichtig? Ich meine, wir reden hier über die Haut. Es ist nicht so, dass wir das Zeug trinken würden… Aber wahrscheinlich ist es sogar schlimmer. Behalte im Hinterkopf, dass unsere Haut unser größtes Organ ist, dabei außerordentlich dünn und durchlässig. Würdest du diese Produkte essen oder trinken, würden verschiedene Faktoren ins Spiel kommen, um direkten Kontakt mit deinem Blutstrom zu verhindern, wie die Darmschleimhaut, Magensäure und Enzyme. In einer heißen Dusche allerdings, mit geweiteten Poren, gibt es wenig zwischen dir und der direkten Absorption in deinen Blutstrom von dem, was du dir auf deinen Kopf oder deine Haut schmierst, wo es nun frei durch deinen Körper zu deinem Gehirn und allen anderen Organen gelangen kann.

Mit den Jahren werden unsere körpereigenen Entgiftungssysteme überlastet, es kommt mehr rein als wieder rauskommt (zusätzlich zu all den anderen Sachen, die uns belasten wie Abgase, Pestizide, Passivrauchen,…) und irgendwann spielt unser Immunsystem nicht mehr mit. Viele Kosmetikprodukte enthalten zudem Stoffe, die unser Hormonsystem durcheinander bringen. Die Inhaltsstoffe für ein Produkt werden nur für sich getestet, nicht aber welchen Einfluss die Summe aus den vielen Produkten, die wir täglich benutzen, auf unseren Körper hat. Insgesamt gibt es hier sehr wenig Regulierung vonseiten des Staates.

Moderne Detergenzien schädigen in solch einem Ausmaß unsere Haut, Lungen und Darm, dass es nicht zu verstehen ist, dass sie noch nicht verboten wurden, obwohl gleichzeitig streng darauf geachtet wird, dass wasserabweisende Outdoorkleidung ausschließlich mit schonender Seife gewaschen wird. Im Genetiklabor meiner Uni benutze ich angeblich schonende Detergenzien, wie Sodium Lauryl Sulfat (Natrium dodecyl sulfat / SDS), welches teilweise sogar in Naturkosmetik verwendet wird, um gezielt Zellmembranen zu zerstören, um die DNA zu extrahieren („These detergents totally disrupt membranes and denature proteins“(1)). SDS wird in Studien eingesetzt, die direkt die mastzelldegranulierende Wirkung anderer Substanzen testen, als Vergleichssubstanz (definiert als maximal mastzellfreisetzend) (4)! Und so etwas darf für den Einsatz am Menschen verwendet werden? Ich möchte deswegen jedem ans Herz legen, immer die Inhaltsstofflisten zu lesen, besonders aber denen, die bereits an Immun- und Autoimmunerkrankungen leiden, ganz besonders Krebspatienten. Ich halte es neben der Ernährung für das allerwichtigste, unsere Barrieren zu schützen.

Aber auch unsere Haut an sich ist schon für ein wenig Schonung dankbar. Viele Stoffe lagern sich im Subkutanfett ein und sorgen dort für Hautprobleme und schnellere Alterung durch die Bildung freier Radikale. Ein guter Leitsatz, nach dem ich mittlerweile lebe ist: Schmier oder sprüh dir nichts auf die Haut, was du nicht auch essen würdest! Wichtig ist, dass alleine das Naturkosmetik-Label oder Begriffe wie „für sensible Haut“, „Dermatologisch getestet“, „hypoallergen“,… nicht aussagekräftig sind!

Das Schöne ist, vieles lässt sich ziemlich einfach und für sehr wenig Geld selber machen. In meiner Studentenzeit kam mir das sehr entgegen. Hier möchte ich dir ein bisschen was zeigen.


Shampooersatz: Seit meiner Pubertät habe ich ein entsetzliches Problem mit fettiger T-Zone und fettigen Haaren. Ich hätte sie mir eigentlich täglich waschen müssen, um ordentlich auszusehen, schon nach zwei Tagen sah ich aus, als hätte ich sie mir wochenlang nicht gewaschen, aber öfter als alle zwei Tage wollte ich meiner Haut nicht zumuten, da sie beim Waschen immer entsetzlich austrocknete, so sehr, dass ich mir nach dem Duschen zumindest das Gesicht eincremen musste, da ich sonst keine Mimik mehr machen konnte. Seit ich auf Alternativen umgestiegen bin, genügt es nicht nur, dass ich meine Haare nur noch alle vier bis fünf Tage wasche, ich brauche mich auch nicht mehr zwingend einzucremen und das Tollste: Meine Haare sind viel schöner, weicher und ich bekomme nicht mehr so schnell Spliss, ich habe keine Schuppen mehr, außerdem wachsen sie endlich mal so richtig schön, so langes Haar wie jetzt hatte ich noch nie in meinem Leben.

Mein Roggenmehl-Natron“shampoo“: Ich mische mir etwa vier leicht gehäufte EL Roggenmehl bei langem Haar (glutenhaltigeres Mehl wird nicht empfohlen, da es die Haare wohl wie Zement zusammenkleben kann. Am besten Roggenvollkornmehl und es ein bisschen quellen lassen vorm Einsatz für mehr Mineralien durch Abbau von Phytinsäure) mit einem TL Natron (Backsoda)und etwas Wasser zu einer geschmeidigen Paste. Dazu träufle ich noch ein paar Tropfen Öl (ätherische Öle wie Rosenöl, Lavendelöl (abends zur Beruhigung der Nerven und zur Einschlafförderung), Zitronenöl (tagsüber, anregend), Weihrauch (entzündungshemmend) für einen schönen Duft, oder Lein-, Oliven- oder Hanföl) zur besseren Kämmbarkeit und Pflege. Nicht zuviel, sonst werden die Haare fettig! Das ganze ins nasse Haar schön dick einmassieren, kurz einwirken lassen, gut ausspülen. Nicht anwenden bei Weizenallergie, Zöliakie oder anderen Autoimmunerkrankungen!

Weitere, nicht selbst gemachte Alternativen, die ich empfehle, sind: Olivenölseife, Wascherde (als Pulver billiger, am besten auch ein paar Tropfen Öl dazu, sonst werden die Haare sehr trocken und elektrisch aufgeladen) oder ein Naturkosmetikprodukt. Logona halte ich für sehr schonend. Es sollte kein Sodium-Laureth-sulfat oder Sodium-Lauryl-sulfat (Natriumdodecylsulfat) enthalten. Am verträglichsten sind Tenside, deren Namen nur aus zwei Wörtern zusammengesetzt ist.

Spülungalternative: Nach Auswaschen der Haare, besonders, wenn du sie vorher mit einem basischen Medium gewaschen hast, eine Tasse voll leicht verdünntem Apfelessig oder Verjus in die Haare kippen und einmassieren, nicht auswaschen. Ebenso kann genommen werden, wenn man ihn selbst herstellt: Saurer Kombucha (bitte nicht dieses Zuckerzeug aus dem Supermarkt, es würde deine Haare verkleben und ist nicht wirklich gesund). Apfelessig und Kombucha, wenn nicht pasteurisiert, enthalten gute Bakterien, die deiner Hautflora unheimlich gut tun und vor schädlichen Keimen schützen.


Deoalternative: Wenn du dir mal die Inhaltsstoffliste auf deinem Sprühdeo anschaust, sollte dir der Gedanke kommen, ob du all das in deinem Körper haben möchtest. Durch das Sprühen nimmst du auch viel über die Mundschleimhäute und die Lunge auf, außerdem ist die Haut an unseren Achseln als wichtiges Fenster zur Körpertemperatursenkung (schwitzen) extrem dünn und direkt darunter befindet sich eine große Anzahl an Lymphknoten. Geraten Giftstoffe einmal ins Lymphsystem, hast du sie auch gleich im gesamten Körper, wo sie deinem Immunsystem zu schaffen machen. Außerdem befinden sich in vielen Deos winzige Aluminiumteilchen, die dazu dienen sollen, Schweißdrüsen zu verschließen, um einem übermäßigen Schwitzen entgegenzuwirken. Das Problem ist: Schwitzen ist ein extrem wichtiger Entgiftungsmechanismus vom Körper! Der Krebsarzt Max Gerson empfiehlt seinen Patienten einen völligen Verzicht auf Deos, aber um es erst gar nicht zum Krebs kommen zu lassen, würde ich es jedem empfehlen. Aluminiumpartikel begünstigen auch sehr wahrscheinlich Brustkrebs, indem sie die umliegenden Lymphgefäße verstopfen. Ich muss sagen, seit ich mich sehr „clean“ ernähre, habe ich so gut wie keinen Körpergeruch mehr. Früher kam es schnell zu einem säuerlichen Geruch, den ich selbst überhaupt nicht abhaben konnte. Im Grunde bräuchte ich gar kein Deo mehr, aber wenn ich lange unterwegs bin und Sport treibe fühle ich mich dann doch wohler mit.

Hier ein einfaches Rezept: Du verflüssigst dir Kokosöl (auf die Heizung stellen reicht schon) und mischst dir etwas Natron rein. Wahnsinnig viel ist gar nicht nötig, die Fähigkeit zur Geruchsbindung ist einfach unglaublich. Dazu kannst du noch etwas Stärke zum Binden mischen und für einen schönen Duft ein paar Tropfen ätherische Öle, die dir gut gefallen. Möglich wäre außerdem eine Kapsel von deinen Probiotika oder ein paar Tropfen rohen Apfelessig oder Kombucha, da die guten Bakterien mit schlechten Bakterien, die für die Geruchsbildung verantwortlich sind, auf deiner Haut konkurrieren. Ich bin immer dafür, mit der Natur als gegen sie zu arbeiten.

Klar hat man nicht immer die Zeit und Lust für die Mühen, aber keine Sorge, auch hier gibt es ganz tolle Naturkosmetik-Alternativen, frag einfach mal in deinem Reformhaus.


Zahnhygiene: Auch hier gibt es schonende und billige Alternativen. Da ich viel Tee trinke und viel farbiges Gemüse esse, kommt es bei mir schnell zu Verfärbungen auf den Zähnen und da bin ich einfach eitel. Ich möchte dir an dieser Stelle ans Herz legen, auf Zahnpasta mit Mikroplastikkügelchen zu verzichten, sie sind nicht biologisch abbaubar und geraten über die Kanalisation in die Umwelt. Sie wurden schon in Kuhmilch und Honig nachgewiesen! Wenn sie in Kuheuter gelangen können, können sie es auch garantiert in die Menschenbrust… Tunlichst vermieden werden sollten außerdem aggressive Tenside in der Zahnpasta, die greifen deine Lippen, Mundwinkel und Mundschleimhäute an und geraten in geringem Maß auch in den Verdauungstrakt.

Im Allgemeinen empfehle ich dringend, auf eine gute Zahnhygiene zu achten, denn auch unser Mund ist bereits Teil des Darmrohrs und auch hier ist eine gesunde Flora wichtig. Die Bakterientoxine von kleinen Entzündungen geraten über die Mundschleimhäute direkt in den gesamten Körper und vergiften ihn schleichend. Paradontose verursachende Bakterienstämme sind in der Regel Histaminproduzenten, welches in unseren Speichel und von da in unseren Körper gelangt (2). Wurzelbehandelte Zähne stehen sogar im Verdacht, im direkten Zusammenhang mit Krebserkrankungen zu stehen, da sie eine Brutstätte für Bakterien sind!

Zahnpasta: Ich mache mir eine Mischung aus MCT-Öl, wenige Tropfen Pfefferminzöl (vorsicht, unverdünnt brennt es!), Natron und etwas Sangokorallenpulver für die Mineralien. Ansonsten benutze ich auch diese Zahnpasta.

Zahnpeeling: Hierzu eignen sich: Kieselgur / Diatomeenerde, Natron, Salz. Einfach wie beim Zähneputzen in die Zähne mit der Bürste einmassieren, das Zahnfleisch dabei aussparen. Ich würde es nicht allzu oft anwenden, da es die Oberfläche der Zähne abnutzen kann.

Zahnaufhellung: Aktivkohle; Einfach eine Kapsel öffnen oder eine Tablette mit einem Löffel zerdrücken und damit die Zähne putzen. Oder eine Paste formen und sie wie eine Maske auf den Schneidezähnen einwirken lassen. Aktivkohle besitzt eine große Oberfläche und zieht dadurch Schadstoffe und Farbablagerungen an. Doch Vorsicht: Gibt ne Riesensauerei! Manche empfehlen deswegen die Anwendung unter der Dusche.

Ebenso soll es funktionieren, wenn du dir die Zähne mit Kurkuma putzt, bei mir hat es jetzt aber bei dem einen Mal noch keine so große Wirkung gezeigt, und Kurkuma lässt sich im Gegensatz zu Aktivkohle eher schlecht vom Waschbecken und der Zahnbürste entfernen.

Als Mundspülung: 3%iges Wasserstoffperoxid (H2O2). Wirkt antibakteriell und bleichend durch Oxidation. Für etwa eine Minute lang den Mund damit spülen. Bei Halsschmerzen auch damit gurgeln. Bekommst du in der Apotheke. Nicht öfters als einmal die Woche anwenden, da es recht aggressiv ist.

Neben den Zähnen solltest du auch die Zunge nicht vernachlässigen!

Desweiteren möchte ich ans Herz legen, es einmal mit einer Ölziehkur zu versuchen. Es bringt wohl am meisten, wenn man es für mehrere Wochen am Stück konsequent morgens als allererstes, auch vorm Trinken, durchführt. Einfach ein, zwei EL Öl in den Mund nehmen und für 20 Minuten im Mund bewegen und durch die Zähne saugen. Derweil kann man sich anziehen oder etwas im Haushalt erledigen. Danach gut ausspucken und normal die Zähne putzen. In dieser Studie (3) wurde mit Sesamöl nachweislich die Mundhygiene verbessert, ich empfehle allerdings eher Kokosöl oder MCT-Öl, da sie Fettsäuren mit stark antibakterieller Wirkung besitzen und die Mundflora verbessern.


Sonnencreme: Einen geringen Lichtschutzfaktor von etwa 10 besitzen hochwertige, stabile Öle wie Olivenöl oder Kokosöl (keine mehrfach ungesättigten Öle, da sie durch die UV-Strahlung freie Radikale bilden!!), die du dir auf die Haut reibst. Du kannst zur besseren Pflege auch etwas Honig und ein paar Spritzer Zitrone reinmischen. Grundsätzlich empfehle ich eher die Nutzung von bedeckender Kleidung und einem Sonnenhut mit breiter Krempe. Im Allgemeinen sorgt eine gesunde Darmflora für einen besseren UV-Schutz (wie genau da die biochemischen Details sind, weiß ich noch nicht, werde es aber berichten, sobald ich es herausgefunden habe. Fakt ist: Antibiotikaeinnahme macht einen äußerst sonnenempfindlich, steht unter den Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel). Ein Problem ist, dass Sonnencreme in erster Linie die für die Vitamin-D-Synthese UVB-Strahlung herausfiltert, weniger aber die UVA-Strahlung, die tiefer eindringt und für die Bildung von Melanomen verantwortlich ist. Außerdem macht ultraviolette Strahlung gerade mal 4% der schädlichen Strahlung aus. Seit Einführung der Sonnencreme ist somit die Hautkrebsrate sprunghaft angestiegen. Deswegen lieber seine tägliche Dosis an Sonne tanken zur Vitamin-D- und Serotoninherstellung in dem Maß, wie die Haut noch keine Reaktion zeigt und ansonsten soweit möglich im Schatten bleiben.


Rasiergel: Bei den Achseln verzichte ich in der Regel komplett auf Rasiergel und rasiere mich einfach unter der Dusche, an den Beinen benutze ich ein hautfreundliches Öl wie Kokosöl, Leinöl, Olivenöl oder Hanföl (sehr gut für die Haut durch den hohen Anteil an Gamma-Linolensäure). Der einzige Nachteil ist, dass der Rasierer und die Dusche dadurch ziemlich verschmocken, anschließend möglichst heiß ausspülen. Die Beine fühlen sich dafür total weich und samtig an und kriegen einen hübschen Glanz und sehen, wie ich finde, einfach gepflegt aus. Eine saubere Möglichkeit ist zudem, sich einfach die Beine kräftig mit einer Olivenölseife einzuschäumen, so gleiten die Klingen auch super und die Seife wirkt desinfizierend.

Bei mir war es allerdings immer ein Problem, dass wenn die Haare an den Beinen wieder anfingen zu wachsen, es für mich mit einem heftigsten Juckreiz einherging, der mich nächtelang wachhielt und wo ich mir die Beine wirklich blutig kratzte, zumindest in den Wintermonaten (weswegen ich mich in der Zeit nur rasiere, wenn ich in die Sauna oder ins Schwimmbad gehe oder sonst für irgendeinen besonderen Anlass, wo es wirklich nötig ist). Wer die selben Probleme hat, kann es einmal mit Heißwachs probieren, was ich immer ziemlich gut vertragen habe. Außerdem möchte ich es demnächst mal mit dieser Zuckerpaste probieren, und werde auf jeden Fall berichten!


Massageöl: Im Frühjahr 2015 hatte ich zehn Massagesessions wegen heftigster Verspannungen und Blockaden. Die Creme, die meine Masseurin auftrug, reizte meine damals noch zahlreichen offenen Stellen ziemlich stark, weswegen ich mir schließlich ein Herz fasste und sie fragte, ob ich einfach mal Kokosöl mitbringen könne und wir es damit mal versuchen. Die offenen Stellen haben wir dann aber trotzdem weitesgehend ausgespart. Und es ging wirklich gut, und man roch danach immer schön nach Kokos! Was man auch für den Rücken nehmen kann und was toll gegen Verspannungen hilft, ist Magnesiumöl“. Dafür kannst du dir auch Magnesiumchloridflakes holen (MgCl2 x 6H20, Hexahydrat, sehr günstig als Riesensack beim Raiffeisenmarkt, kannst du auch als Streusalz verwenden) und mischst dir eine möglichst gesättigte Lösung an, also etwas Wasser und darin soviel Magnesiumchlorid auflösen, wie das Wasser aufnimmt. Es bekommt dann eine etwas ölige Konsistenz, daher der Name. Über die Haut wird das Magnesium sehr gut aufgenommen, weswegen ich mir abends im Bett auch immer eine etwas weniger gesättigte Lösung mit einer Blumenspritze auf die Fußsohlen sprühe. Aber Achtung!!! Niemals auf offene Stellen, Kratzer, etc. kommen lassen, das brennt fürchterlich (ist eben ein Salz)! Bei intakter Haut kannst du auch ein bisschen dem Badewasser hinzugeben oder Fußbäder damit machen zur Magnesiumaufnahme.


Monatsblutung: An die Frauen unter euch: Wisst ihr, wie schadstoffbelastet Tampons und Binden sind? Über die Schleimhäute nehmt ihr davon vieles in euren Körper auf. Binden sorgen außerdem dafür, dass die Luft nicht mehr richtig zirkulieren kann, was Pilzwachstum begünstigt. Ich weiß wovon ich rede.. Und dann die Unmengen an Müll, die wir monatlich produzieren! Ich bin deswegen auf eine Menstruationskappe umgestiegen und bin ziemlich begeistert! Es reicht, sie zweimal am Tag zu wechseln, also alle 12 Stunden, und ich finde, man merkt sie nicht wirklich. Ich kann ohne Probleme mit meiner reiten, und habe mit ihr sogar schon ein OCR bestritten! Die Anschaffung ist erstmal ein bisschen teurer, nach ca. einem Jahr hast du das aber wieder raus und sparst ab jetzt sogar monatlich ein bisschen was, und schonst obendrein die Umwelt und deinen Körper. Mir persönlich reicht das kleinere Modell 1. Modell 2 ist für Frauen, die bereits entbunden haben.


Intimpflege: An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal betonen, bitte auf die standardmäßig genutzten Intimwaschlotionen zu verzichten. Begriffe wie „für sensible Haut“ sind nicht geschützt und schlichtweg gelogen, sonst würden sie dort kein starken Tenside wie Sodium laureth/lauryl sulfate reinpacken! Damit zerstörst du deine Scheidenflora und greifst deine Schleimhäute an, was sie zur perfekten Angriffsfläche für Pilze, die sich immer in unserer Umgebung befinden, macht. Seitdem ich nur noch eine schonende, traditionell gesiedete Seife ohne Zusatzstoffe verwende, habe ich dieses Problem nicht mehr. Dich hat es trotzdem mal erwischt oder du kriegst die Infektion nie so ganz in den Griff? Vergiss Cremes und Zäpfchen, sie helfen immer nur kurzfristig. Was (nicht nur bei mir) Wunder gewirkt hat, ist an die betroffene Stelle eine geschälte Knoblauchzehe zu packen/reinzuschieben für ein paar Stunden. Du kannst mit dem Messer auch einen kleinen Schnitt in die Knoblauchzehe machen für einen stärkeren Effekt, aber nicht übertreiben, sonst kann es arg brennen… Aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass es sich lohnt es auszuprobieren. Mir hat es bei meiner letzten Infektion innerhalb von zwei Stunden starke Linderung verschafft und seitdem habe ich nie mehr eine bekommen. Außerdem kannst du dir morgens und abends immer ein, zwei Tropfen Teebaumöl ins Höschen tropfen, was auch antibakteriell und antifungizidal wirkt (nicht direkt auf die Schleimhaut, und sollten natürlich nicht die Höschen für besondere Anlässe sein, da ich nicht weiß, ob es wieder ganz rausgeht bzw. es da wesentlich tollere Düfte gibt. ;-)).


Hautpflege: Ganz ehrlich, da bin ich keine so gute Beraterin. Ich habe Cremes schon immer gehasst und war da nie eine vorbildliche Neurodermitikerin. Auf offenen Hautstellen vertrage ich auch wirklich nada, da beginnt meine Haut echt zu schreien und zu toben, wenn ich sie da mit irgendwas behellige. Heilung erfolgt bei mir wirklich nur von innen. Was mir im Winter ansonsten jetzt ganz gut geholfen hat, um den Wasserverlust über die Haut bei sehr trockener Luft zu bremsen, war für die Lippen einfach ein hochwertiges Olivenöl. Sie werden dann innerhalb weniger Tage schön weich und bleiben es auch, selbst wenn ich nicht alle paar Stunden wieder was drauf tue. Am besten einfach vor dem Schlafengehen und bevor man raus an die kalte Luft geht was draufmachen, den Rest auf den Händen verteilen. Die Antioxidantien im Olivenöl wirken sehr regenerierend (nicht nehmen bei Salicylatintoleranz; brauchst du salicylatfreie Kosmetik?). Was auch gut tut bei Neurodermitisstellen und entzündungshemmend und gleichzeitig antibakteriell wirkt, ist ein guter, kaltgeschleuderter Honig. Ansonsten habe ich die Produkte von Weleda immer als einziges vertragen. Nach dem Duschen oder wenn ich im Schwimmbad war, nehme ich ab und zu noch diese Gesichtscreme. Zum Abschminken nehme ich reines Jojobaöl (das soll den hauteigenen Lipiden am nähsten sein, aber wenn ich es zu oft verwende, kriege ich davon Pickel) oder Kokosöl . Anstelle eines Peelings rubbel ich mich gegen Ende einer Dusch- oder Badesession vorsichtig, wenn die Haut aufgeweicht ist, mit einem Naturschwamm ab, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen, mehr braucht es echt nicht, du sparst Geld, schonst deinen Körper (was für viel nachhaltigere Schönheit sorgt) und schonst die Umwelt.


Kosmetik: Ich benutze zur Zeit Produkte von Lavera, SANTE und Zuiiund bin damit sehr zufrieden.

So befreiend kann es sein, einfach alles zu nehmen, was einem trügerisch als etwas Gutes verkauft wird, aber in Wahrheit krebserregend ist und den Feuchtigkeitshaushalt der Haut nur durcheinanderbringt, und einfach in die Tonne zu kippen. Schön, jetzt soviel Platz zu haben! Aber es hat mich auch noch einige Zeit gekostet, obwohl es eh nur noch unbenutzt herumstand, und dann kam einfach irgendwann der richtige Tag dafür.

  1. https://www.thermofisher.com/de/de/home/life-science/protein-biology/protein-biology-learning-center/protein-biology-resource-library/pierce-protein-methods/detergents-cell-lysis-protein-extraction.html
  2. Jarisch, Reinhart. Histaminintoleranz-Histamin und Seekrankheit. Georg Thieme Verlag, 2013.
  3. Asokan, S., et al. „Effect of oil pulling on Streptococcus mutans count in plaque and saliva using Dentocult SM Strip mutans test: A randomized, controlled, triple-blind study.“ Journal of Indian Society of Pedodontics and Preventive Dentistry 26.1 (2008): 12.
  4. Talkington, J., & Nickell, S. P. (1999). Borrelia burgdorferi Spirochetes Induce Mast Cell Activation and Cytokine Release. Infection and immunity, 67(3), 1107-1115.

8 thoughts on “Körperpflege

  • 9. Februar 2016 at 11:07
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    Super Tipps! 🙂 Das mit dem Roggenmehl als Shampoo will ich demnächst mal testen!

    Jaaa, weg mit der Konzern-Chemie!! 🙂

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    • Doro
      9. Februar 2016 at 18:43
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      Probiers mal aus, kann aber bisschen Sauerrei geben.^^ Ja, zurückblickend verstehe ich gar nicht mehr, wie ich all die Jahre diesen Schund verwenden konnte, soll einen doch alles nur abhängig machen. Es geht wirklich nur ums Geld. Das Krasse ist, dass ja sogar Topmodels, die für Nivea und Co. werben, privat in Wahrheit nur schonendste Naturkosmetik verwenden, um sich ihr Aussehen nicht zu verderben. Ich fühle mich auf jeden Fall viel wohler in meiner Haut, es war einfach schrecklich vorher, und habe darüber hinaus noch ein gutes Gewissen in Bezug auf Tierversuche, Umwelt, etc… Und als Studentin kommt es mir sehr entgegen, einiges an Geld sparen zu können!
      LG, Doro =)

      Reply
  • 8. Oktober 2016 at 20:57
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    Hallo,

    bin gerade erst auf Deine Site gestoßen und finde es sehr interessant. Bin auch geplagt von Neurodermitis, Asthma, HI, FI und so weiter und habe heute das erste Mal mit Roggenmehl das Haar gewaschen. Ich bin begeistert. Hoffentlich bleibt es so. Mein größtes Problem ist allerdings die Zahncreme. Dein Rezept (ohne ätherische Öle) werde ich mal testen 🙂 LG

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    • Doro
      9. Oktober 2016 at 20:44
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      Hi Carina, danke für dein Feedback, habe mir auch gerade so die Haare gewaschen. =D Du hast da ja auch die volle Packung, dann hoffe ich sehr, dass du hier ein paar gute Anregungen für dich mitnehmen kannst!

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  • 21. Dezember 2016 at 0:31
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    Hi Doro, ich habe aufmerksam gelesen und stelle gerade selbst ein paar Dinge um – auch weil ich die Guai Therapie nächstes Jahr testen möchte und Salicylate aussortiere.

    Habe zwei Fragen:
    – Als Spülung empfiehlst du „eine Tasse voll leicht verdünntem Apfelessig oder Verjus“. Damit meinst eine Tasse Wasser mit etwas Essig und nicht eine Tasse Essig „leicht verdünnt“, oder? 🙂
    – Ich suche in deiner Liste nach simplem Duschgel. Oder nutzt du einfach eine schonende Seife ohne aggressive Tenside?

    Danke und liebe Grüße
    Alex

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    • Doro
      21. Dezember 2016 at 11:30
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      Hm gute Frage^^ ich habe mir auch schon puren Essig oder Kombucha in die Haare gekippt. Kannst ja mal anfangen mit Wasser-Essig 50:50. Ich muss sagen, dass ich irgendwie nie extra Duschgel verwendet habe, das ist meines Erachtens Geldmache, im Grunde reicht ein Produkt, um den ganzen Körper zu pflegen, und davon nicht mal viel. Ich bin mittlerweile geschockt, wenn ich sehe, wieviel Shampoo, Spüli… die Leute so verwenden, wird doch auch so gut sauber und der Körper kann sich noch besser selbst regulieren, wenn man nicht gleich die Atombombe draufwirft. Es wird sicher einiges an Ausprobieren erfordern, und mit der Zeit können sich auch die Ansprüche des Körpers verändern, aber es macht Spaß, wie ich finde. =)
      LG,
      Doro

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  • 22. Januar 2017 at 21:20
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    Insgesamt bin ich schwer begeistert von Deiner Seite, obwohl ich erst seit wenigen Tage darauf schmökere. Tolle deutschsprachige Ergänzung zu Yasmina Ykelenstam!
    Körperpflege: Roggenmehl für die Haare ist jetzt doch neu, vieles Andere hab ich aus Verzweiflung auch probiert.
    Für mich richtig gut gerade im Winter: ich mische etwas verträgliches Öl mit Shea Butter (Zwischen 50/50 und 70/30 zu Gunsten der Shea Butter). Dazu die Shea Butter im Wasserbad schmelzen, Öl rein, mit dem Küchermixer ordentlich verrühren, ab in den Kühlschrank (oder raus). Kurz vor dem Festwerden wie Schlagsahne aufschlagen…ziemlich cool. Zieht fix ein, versorgt offenbar heftigst mit Feuchtigkeit und bisher ultragut verträglich. Riecht leider gewöhnungsbedürftig…Wenn man’s abends draufmacht ist es bis morgens kaum noch zu riechen.

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    • Doro
      23. Januar 2017 at 9:53
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      Vielen herzlichen Dank! Eine schöne Sheabuttercreme hat mir meine Schwägerin auch mal gemacht, vielleicht muss ich mit ihr da nochmal experimentieren, sie ist da sehr bewandert. Oder ich wage mich nach deinen tollen Infos mal selbst ran… das letzte Mal hatte ich leider noch offene Stellen, da mag meine Haut gar nichts, aber so müsste es eigentlich gehen. Ich bin halt wirklich cremefaul, aber wenn ich bei Minusgraden ausreite oder bei den trockenen Bedingungen während eines Fluges ist eine zusätzliche Stärkung der Barriere auf jeden Fall sinnvoll.

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