Buchvorstellung: Healing Myths – Healing Magic

Hier findest du das Buch von Donald M. Epstein.

Ich empfehle das Buch so zu lesen, dass du dir jeden Tag eine Healing Myth+Healing Magic durchliest, als kleinen Mutmacher.


Als Auszug aus dem Buch übersetze ich hier Kapitel 34 (mit kleinen eigenen Anmerkungen, die ich aus anderen Kapiteln ergänze). Am Anfang wird der Heilungsmythos formuliert: “Die Stufen der Heilung unterscheiden sich in ihrem Wert.”

Dann geht er kurz auf die 12 Stufen der Heilung ein, die er in seinem Buch “The 12 stages of healing” ausführlich erörtert. Er sagt, dass es mit jeder Stufe zu einer größeren Achtsamkeit gegenüber und einer größeren Beteiligung der Energien, Vibrationen und des Körperrhythmus kommt, welche zuvor separiert, vergessen, ignoriert oder blockiert gewesen sind. Jede Stufe besitzt ihre eigene Weisheit und trägt etwas Neues zu der vorangegangenen Stufe bei.

  • Leiden ist die erste Stufe. Dies geschieht, wenn wir mit einem traumatischen oder chaotischen Event oder Verlust [z.B. auch Verlust des Jobs, einer Beziehung, der Gesundheit, Freiheit, schlimme Diagnose, schlimmer Streit…] konfrontiert werden, und ist charakterisiert vom Gefühl absoluter Hilflosigkeit. Auf dieser Stufe sind wir absolut unfähig, uns in irgendeiner Weise auf unseren Körper einzulassen.
  • Stufe zwei beginnt mit der Suche nach dem “Flaschengeist” [oder der guten Fee, der magischen Pille], die uns da ganz schnell wieder rausholt und alles wieder so werden lässt wie vorher. Wir versuchen, die Macht über unsere Hilflosigkeit zu erlangen, indem wir Lösungen suchen durch externe Authoriäten oder Behandlungsmethoden. Auf Stufe zwei beginnen wir schon, uns unserer Rhythmen und Polaritäten gewahr zu werden und entdecken, dass wir zumindest zum Teil verantwortlich sind für unsere Misere.
  • Auf der dritten Stufe der Heilung kommt das Gefühl in uns hoch, dass wir hier schon gewesen sind, dass wir feststecken und es uns unmöglich ist, weiterzukommen. An dieser Stelle ist es wichtig, unser Erlebtes nicht als schlecht oder falsch zu bewerten, sondern ihm einfach nur zu gestatten, Spannung aufzubauen und uns durchbrechen zu lassen in die vierte Stufe der Heilung.
  • Auf Stufe vier werden wir zunächst wütend darüber, dass wir die Kontrolle verloren haben und nehmen uns fest vor, das nicht noch einmal geschehen zu lassen. Wir fühlen uns heil genug, um unsere Macht zurückzufordern und Entscheidungen zu treffen vom Standpunkt: Ich verdiene mehr als das.
  • Die fünfte Stufe des Heilungsprozesses involviert eine Konfrontation mit was auch immer es ist, das uns von uns selbst getrennt hält. Mit der Stärke und Ganzheit, die wir durch die ersten vier Stufen erlangt haben, geschieht die fünfte Stufe spontan und kraftvoll.
  • Stufe sechs enthält eine Vorbereitung unsererselbst für Veränderung, in dem Wissen, dass wir etwas sehr Tiefgehendes und Wichtiges über uns selbst gelernt haben in der vorangegangenen Stufe, auch wenn wir uns noch nicht sicher sind, was es ist. Hier erlangen wir neue Offenheit, nehmen neue Gewohnheiten an und fühlen eine rastlose Energie in uns, die sich darauf vorbereitet, aus unserem Körpergeist (“bodymind”) freigesetzt zu werden.
  • Die siebte Stufe des Heilungsprozesses ist charakterisiert durch eine Energieentladung, entweder durch Schreien, Weinen, Übergeben, Husten, Fieber [auch typisch: heftiger anaphylaktischer Schock] oder den Verlust von etwas oder jemandem in unserem Leben [nicht unbedingt durch Tod, aber auf jeden Fall fühlt es sich oft erstmal falsch und unangenehm an, es ist eine “Entgiftung”]. Am Ende dieser Phase ist die gefangene oder blockierte Energie fort. Als Resultat fühlen wir uns frei, offen und dankbar.
  • Auf der achten Stufe stellen wir fest, dass wir wieder und wieder “Danke, danke” sagen, nun endlich frei von der gefangenen Energie, die uns daran gehindert hat, eine Verbindung mit uns selbst und jedem um uns herum einzugehen. Situationen und Ereignisse erscheinen uns auf einmal perfekt getimed und gottgeführt zu unserem Wohle.
  • Die neunte Phase bringt uns ein Bewusstsein für die Lebensenergie, die durch uns fließt, und durch die Welt um uns herum. Wir werden uns plötzlich einer tiefen, dennoch subtilen Verbindung zwischen uns und unserer Umwelt bewusst und beginnen Leben als Energie, Liebe und Licht wahrzunehmen. Dies ist oft begleitet durch ein Gefühl von Frieden, Freude und Ehrfurcht vor dem Leben.
  • Auf Stufe zehn sind wir nicht länger erfüllt von Licht und Energie. Stattdessen sind wir selbst Energie und Liebe, in Einheit mit der gesamten Natur. Wir fühlen uns von tiefer Weisheit durchströmt und fühlen uns als Teil des großen Ganzen.
  • Auf Stufe elf teilen wir großzügig mit anderen, was wir erlangt haben im Zuge unseres Heilungsprozesses. Wir behalten unsere Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens während wir unseren alltäglichen Aktivitäten wieder nachgehen. Wir nehmen am Alltag teil, ohne mehr mit anderen zu wetteifern um Aufmerksamkeit, Kontrolle oder Energie. Wir sehen jetzt in allem eine Bedeutung und wissen ab jetzt um unsere Gaben, die wir mit anderen teilen sollen.
  • Wenn wir in die letzte Stufe eintreten, die der Gemeinschaft, realisieren wir, dass wir “füreinander Medizin sind”. Wir erkennen, dass das größte Geschenk, das wir anderen geben können, das ist, ihnen einfach nur unsere Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken. Hier kann es wieder zu neuen Schwierigkeiten kommen, diese Geschenke mit Dankbarkeit anzunehmen. Hier fühlen wir uns oft wieder hilflos, kehren zurück zu Stufe eins (Leiden) und durchlaufen den Zyklus einmal von Neuem.

Der Schlüssel ist, uns auf den Rhythmus einer jeden Stufe einzulassen und sie geschehen zu lassen, anstatt zu versuchen, so schnell wie möglich auf die nächste Stufe zu gelangen. Jeder Teil des Erlebnisses ist wichtig und hat seine Berechtigung, auch wenn wir es in dem Augenblick noch nicht verstehen. Auch wenn andere Stufe angenehmer sind als andere, ist keine besser als die andere. Jede Stufe verlangt von uns, ein Risiko einzugehen und uns weiter Richtung Ganzheitlichkeit (oder Gesundwerden) zu bewegen. Je mehr wir uns darauf einlassen, umso mehr sind wir dazu in der Lage, die Geschenke, die jede einzelne Stufe bietet, zu erhalten.

Heilungsmagie: Wo immer es mich hinverschlägt, dort bin ich. Wenn ich mich dem gegenüber aufmerksam gebe, wo ich mich in diesem Moment aufhalte, werde ich auf wundersame Weise auf die nächste Stufe meiner Heilung vorangetragen. Da ich kein Problem mit dem selben Bewusstsein, das es verursacht hat, lösen kann, lasse ich mich ganz auf meine jetzige Stufe ein und maximiere ihr Geschenk für mich. Auch wenn ich gerade nicht auf der Stufe bin, die ich liebe, so liebe ich die Stufe, auf der ich mich befinde.


Ich will nicht behaupten, bereits alles zu 100% zu verstehen, was Epstein hier sagt. Aber ich muss sagen, dass ich in Bezug auf manche Dinge diese 12 Stufen schon durchlaufen bin. Lies nur einmal meine Geschichte, bei der ich zunächst dachte, es solle um die Heilung der Neurodermitis gehen, wo ich jedoch umso mehr gefunden habe! Es fühlt sich wirklich wie ein Wunder an, und das größte ist nichtmal die Heilung am Körper, sondern zu beobachten, wie der Geist frei und weit wird und sich der Blickwinkel ändert, man sich darüber wundert, wie man vor gewissen Dingen nur so lange solch eine Angst hatte haben und sich so lange hat kleinhalten lassen können.

Ich denke, dass wir diese Heilungsphasen für alles in unserem Leben durchlaufen müssen, wo Blockaden oder Verletzungen bestehen. Sei es ein Weltbild, das uns aufgezwungen wurde, und das eigentlich nicht zu uns passt, eine problematische Beziehung, eine Phobie oder ein Trauma, unsere Arbeit, eine unliebsame Gewohnheit, die Entwöhnung von Medikamenten, die man über Jahre nehmen musste, und einfach die verschiedensten Aspekte unserer Gesundheit, körperlich wie geistig. Ich werde das Buch in einem Jahr auf jeden Fall noch einmal lesen und dann wahrscheinlich vieles nochmal ganz neu verstehen. Auf jeden Fall kann ich nun mit so viel mehr Gelassenheit an viele Dinge herangehen und weiß einfach, dass alles genau so gut ist, wie ich es gerade erlebe und empfinde und dass sich die Antworten schon von selbst zeigen werden, solange ich mich ihnen nicht verschließe.

Healing does not reside in the domain of the intellect; healing is a natural and spontaneous part of life.

Symptoms are the means by which the wisdom of our body attempts to modify our behaviour.

After a while, Robert discovered that trying to do something to fix his symptoms was a distraction from dealing with the core issues in his life.

Our healing must include the totality of ourselves, not merely a quick cure for our symptoms or condition.

Healing may require that the authentic you, with all of your unique features and attributes, leave the normal behind and break free of old social paradigms.

We avoid being physically and emotionally out of control; we try to insulate ourselves from certain experiences, especially those that bring the emotions into play in an unpredictable fashion.

What people call “negative emotions” are more often the results of an inability to express emotion.

We cannot heal what we cannot feel, and healing often requires us to feel things we don´t like feeling.

In order for someone to make this shift, some level of healing in the bodymind must already have occurred.

As a byproduct of healing, we may decide to make radical changes in our life, but the decision to make such changes occurs as a result of the healing already in progress.

Healing invites us to return to wholeness, regardless of the physical condition of our body.

Healing instantly begins the second we make a more effective choice for ourselves, even though our body may not appear to be “fixed” or healed.

The healthier bodymind can make choices more rapidly because its component parts share information and dissipate energy and tension more efficiently. ~Donald. M. Epstein

Die Voraussetzungen für spontane Heilung

 

 

 

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