Mein Ernährungsplan

Da das wohl das Interessanteste für dich sein dürfte, da du dir in deiner Situation vielleicht gerade selbst die Frage stellst, werde ich dir hier einmal vorstellen, wie ich vorgegangen bin. Ich möchte betonen, dass ich hier speziell das aufschreibe, was ich vertrage, es für dich aber vielleicht völlig unverträglich sein kann,  bzw. ein solch eingeschränkter Ernährungsplan für dich nicht nötig ist, da du nicht so empfindlich bist wie ich. Deine wichtigste Waffe auf dem Weg zur Gesundung ist deswegen in jedem Fall ein Ernährungstagebuch, das du akribisch führen solltest, in dem du auch alle körperlichen Reaktionen festhältst. Vielleicht hast du (so wie ich anfangs) keine Lust eins zu führen, weil du es für aufwändig hältst, oder du glaubst, es dir merken zu können, was du zu dir genommen hast, aber mache doch einmal spontan den Test: Was gab es gestern zum Frühstück oder vorgestern zum Mittagessen? Wir nehmen über den Tag verteilt eine unglaubliche Fülle an unterschiedlichen Sachen zu uns, und oftmals steckt der Teufel im Detail. Oftmals war es für mich hilfreich, Monate zurückspringen zu können und damals aufgetretene Reaktionen anhand neuer Informationen in einem völlig neuen Licht sehen und interpretieren zu können und war dann sehr froh, dass ich damals so sorgfältig war. Auch hilft alleine die Gewohnheit des Dokumentierens schon, bewusster zu essen und in seinen Körper hineinzuhorchen und Disziplin zu bewahren. Die Dinge, die ich aufschreibe sind: Lebensmittel, auch Kleinigkeiten wie Gewürze, Tees, Nahrungsergänzungsmittel, ob es besonders stressreiche Ereignisse gab, Verdauungsstörungen, Zustand des Stuhls, Schlafqualität (zumindest wenn sie besonders gut oder schlecht war), Energielevel, Laune und natürlich Juckreiz, allergische Reaktionen,…

Die Schonphase bietet sich grundsätzlich für jeden an, der mit starken Verdauungsbeschwerden und ungeklärten Nahrungsmittelintoleranzen zu kämpfen hat, auch gerade Chemopatienten empfehle ich sie sehr, da die Darmschleimhäute und die Darmflora durch die Chemomedikamente sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden, was zu einer stark eingeschränkten Enzymaktivität und Absorptionsfähigkeit führt.

Schon- und Regenerationsphase

Unsere Nahrungsmittel sollten Heil-, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein. ~ Hippokrates von Kos (460 bis etwa 377 v. Chr.), griechischer Arzt, »Vater der Heilkunde«

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