Mein Ernährungsplan

Da das wohl das Interessanteste für dich sein dürfte, da du dir in deiner Situation vielleicht gerade selbst die Frage stellst, werde ich dir hier einmal vorstellen, wie ich vorgegangen bin, um meinen Körper zu heilen und meine chronischen Probleme ohne Medikamente und Salben in den Griff zu bekommen. Ich möchte betonen, dass ich hier speziell das aufschreibe, was ich vertrage und was der Konsens der meisten Personen ist, mit denen ich bisher gearbeitet und mich ausgetauscht habe, sowie worauf die wissenschaftliche Literatur hinweist, es für dich aber vielleicht völlig unverträglich sein kann,  bzw. ein solch eingeschränkter Ernährungsplan für dich nicht nötig ist, da du nicht so empfindlich bist.

Dein wichtigstes Werkzeug auf dem Weg des Gesundwerdens ist deswegen in jedem Fall ein Ernährungstagebuch, das du akribisch führen solltest, in dem du auch alle körperlichen Reaktionen festhältst. Vielleicht hast du (so wie ich anfangs) keine Lust eins zu führen, weil du es für aufwändig hältst, oder du glaubst, es dir merken zu können, was du zu dir genommen hast, aber mache doch einmal spontan den Test: Was gab es gestern zum Frühstück oder vorgestern zum Mittagessen? Wir nehmen über den Tag verteilt eine unglaubliche Fülle an unterschiedlichen Sachen zu uns, und oftmals steckt der Teufel im Detail. Oftmals war es für mich hilfreich, Monate zurückspringen zu können und damals aufgetretene Reaktionen anhand neuer Informationen in einem völlig neuen Licht sehen und interpretieren zu können und war dann sehr froh, dass ich damals so sorgfältig war. Auch hilft alleine die Gewohnheit des Dokumentierens schon, bewusster zu essen und in seinen Körper hineinzuhorchen und motiviert bei dem Projekt „Gesundwerden“ dabei zu bleiben.

Die Dinge, die dokumentiert werden sollten, sind: Lebensmittel, auch Kleinigkeiten wie Gewürze, Tees, Nahrungsergänzungsmittel, ob es besonders stressreiche Ereignisse gab, Verdauungsstörungen, Zustand des Stuhls, Schlafqualität (zumindest wenn sie besonders gut oder schlecht war), Energielevel, Laune und natürlich Juckreiz, allergische Reaktionen,…

Wenn das wirklich gar nicht geht für dich: Schreibe in jedem Fall alle wichtigen KERNBEOBACHTUNGEN auf, wenn du sich wiederholende Muster erkennst. Oder zumindest Vermutungen, die du dann bei wiederholtem Test als bestätigt abhaken kannst. Oft ist es toll, nach einem Jahr sich das auch wieder anzuschauen um festzustellen und zu würdigen, welche Fortschritte man gemacht hat! Was man plötzlich wieder vertragen kann, wenn unser Entzündungsfass sich nicht mehr ständig an der Grenze zum Überlaufen befindet. Denn die Fortschritte verlaufen oft so subtil oder wir nehmen sie als zu selbstverständlich, dass wir vergessen, unsere kleinen Erfolge zu feiern.

Die Schonphase bietet sich grundsätzlich für jeden an, der mit starken Verdauungsbeschwerden und ungeklärten Nahrungsmittelintoleranzen zu kämpfen hat, auch gerade Chemopatienten empfehle ich sie sehr, da die Darmschleimhäute, die Darmflora und die Leber durch die Chemomedikamente sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden, was zu einer stark eingeschränkten Enzymaktivität und Absorptionsfähigkeit führt.

Hier gehts weiter: Schon- und Regenerationsphase

Weitere wichtige Puzzleteile zum ganzheitlichen Gesundwerden findest du oben im Menü unter den Punkten Lebensstil und Chronische entzündliche Erkrankungen.

Unsere Nahrungsmittel sollten Heil-, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein. ~ Hippokrates von Kos (460 bis etwa 377 v. Chr.), griechischer Arzt, »Vater der Heilkunde«

Video: Überblick über die modifizierte Paleoernährung für Nahrungsmittelintolerante

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